Vor euch steht ein kleiner Mann, vielleicht gerade mal Sieben Spann groß, ein Vertreter des Volkes der Bergbewohner - der Zwerge.
Das lange, steingraue Haar ist im Nacken zu einem kunstvoll geflochtenem Zopf zusammengetragen und der ebenso graue Bart ist mit etlichen Ringen verziert. Scheinbar alle drei Finger findet sich eine geflochtene Strähne, in der Eisenringe, Glasperlen und kleine Stahlornamente verarbeitet wurden. Wer sich genauer damit auskennt, wird darin zwergische Schutzrunen finden, die einen Ausziehenden sicheres Geleit bringen sollen.
Der kleine, typisch stämmige Körper steckt in zweckmäßiger Lederkleidung, die an einigen Stellen vollkommen zerschlissen und wieder geflickt scheint. Lange Beinlinge ziehen sich über die Oberschenkel hinaus und laufen vor der Brust in einen Schurz zusammen, der einige große und tiefe Taschen enthält. Darin und in den übergroßen Lederbeuteln scheint der Mann etliche Kleinteile zu verwahren. Manches Mal stechen kleine Metallspitzen aus dem Leder und haben dieses schon im Übermaß in Mitleidenschaft gezogen.
Die Hände sind typisch zwergisch zusammengestaucht, im Vergleich mit einem Menschen, doch offenbar unglaublich geschickt, wie es den Zwergen offenbar in die Wiege gelegt wird. Und wenn man ihn gelegentlich mit Kleinstarbeiten hantieren sieht, wird der eigene Eindruck bestätigt.
Die schwarzen Augen wirken wach und glänzend. Ein wenig befremdlich mag eine Verformung an seinem rechten Auge sein, wo es wirkt, als habe er da Zeit seines Lebens einen Eisenring getragen und diesen erst Tags zuvor abgelegt. Dadurch wirkt das Auge ein wenig zu weit in den Kopf zurückgezogen und dies verleiht dem Gesicht etwas unharmonisches, störendes. Allerdings mag die knollige Zwergennase davon vielleicht ablenken, deren Haut etwas rötlich schimmert. Die kleinen, roten Äderchen sind deutlicher vertreten, als üblich und zeugen wohl von einem Übermaß an Alcoholica, mag man vermuten.
Aber dieser kleine Mann ist nicht nur friedfertig, wie es scheint. An seiner Seite findet sich eine zwergische Einhandaxt mit doppeltem Blatt, beide jeweils reich mit zwergischen Runen verzieht. Oft quer über seinem Rücken zieht sich ein hölzernes Gebilde, welches man für einen Stock halten könnte, wäre dieser nicht an einigen Stellen eisenbeschlagen und würde in einen seltsam geformten Endteil auslaufen. zusammen mit einem Hebel, wie man ihn normalerweise an Armbrüsten findet, dürfte die Verwirrung für Manche perfekt sein. Auf längeren Reisen, oder bei schlechtem Wetter wird dieses Ding allerdings in einer langen Lederröhre transportiert. Kenner dieser Waffe können es als zwergengroße Anfertigung einer Balestra erkennen.

